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„Gegen das Vergessen“

ORS fährt zur Gedenkstätte Auschwitz

Bereits zum vierten Mal führte die Geschichtslehrerin Inke Maschmann diese Fahrt mit Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrgangs der Osterrath-Realschule durch. Ihre Arbeitsgemeinschaft „Gegen das Vergessen“ hat sich ein Schuljahr lang mit dem Holocaust beschäftigt und die fünftägige Studienfahrt gründlich vorbereitet.
Als die 29 Schülerinnen und Schüler endlich in Dortmund ins Flugzeug stiegen, war die Spannung groß: Die Begegnung mit Orten, an denen im Nationalsozialismus unvorstellbare Verbrechen gegen die Menschlichkeit stattgefunden hatten, sorgte für viel Nachdenklichkeit unter den Jugendlichen.
Neben ausführlichen Besichtigungen des jüdischen Viertels und des ehemaligen Ghettos in Krakau, besuchten die Schüler die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Dies war für alle ein einschneidendes Erlebnis, nicht im Entferntesten vergleichbar mit bisherigem und gewohntem Geschichtsunterricht. Trotz des Vorwissens über das Handeln der Nationalsozialisten im Dritten Reich, erschütterte die Schüler besonders das Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Lydia Maksymowicz, welche bis heute in Krakau lebt und über ihre Zeit als kleines Mädchen in Auschwitz erzählte. Viele Schüler konnten nach dieser Geschichte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. ,,Es ist so furchtbar, was sie alles ertragen musste´´, sagte eine Schülerin und eine andere fügte hinzu: ,,Es ist so viel schlimmer diese Eindrücke von jemandem zu hören, der sie wirklich erlebt hat.´´ Die Zeit in Krakau vermittelte den Schülern allerdings noch einen anderen Aspekt: das aktuelle jüdische Leben. Die Gruppe besuchte ein jüdisches Restaurant und bekam ein kleines Klezmer-Konzert dargeboten. ,,Ich denke, diesen Abend haben wir alle gebraucht, um die vielen Eindrücke ein wenig sacken zu lassen´´, resümierte eine Schülerin. Lydias Worte ,,Die Zukunft liegt in euren Händen´´ klangen auf dem Rückflug nach und werden die Jugendlichen sicherlich noch lange beschäftigen.
Ermöglicht wurde diese Fahrt auch durch die Übernahme der Hälfte der Kosten durch die Stiftung „Erinnern ermöglichen“ sowie einer großzügigen Unterstützung von Herrn Burkhard Kramer.