(JM) Die ORS übernimmt das Projekt „Grootkraal soll offen bleiben“ und setzt sich an Stelle der EBR für den Erhalt einer kleinen südafrikanischen Schule ein, die noch immer ums Überleben kämpft.
Was 2009 an der Ernst – Barlach – Realschule mit der damaligen 6. Klasse unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Jutta Maas begann, findet nun seine Fortsetzung an der Osterrath Realschule.
Den Schulleiter der afrikanischen Schule, Llewellyn Metembo, verbindet eine gute Freundschaft mit Jutta Maas, die inzwischen Lehrerin an der ORS ist. Mit dem Schulwechsel der Lehrerin wechselte auch das Projekt an die Realschule in Wiedenbrück.
Der Einsatz der Schüler, die für die Grootkraal Primary School kämpfen, wird nun hier engagiert durchgeführt. Mr. Metembo hatte im vergangenen Jahr beide Realschulen besucht und konnte sich bei beiden persönlich für ihren Einsatz bedanken. Noch immer ist der Bestand der kleinen Farmschule nicht gesichert. 180 Kinder von schwarzen Farmarbeitern hoffen noch immer auf die Möglichkeit, einen Abschluss an einer Schule machen zu können.
Auch nach 7 Jahren kämpft der Schulleiter in Afrika für eine Ausbildungsmöglichkeit seiner Schüler. Auf dem Gelände der kleinen Farmschule soll ein Hotel gebaut werden. Unter schwierigsten Umständen sorgen die vier afrikanischen Lehrer mit ihrem Schulleiter dafür, dass die Kinder weiterhin den Unterricht besuchen können. Und da braucht er dringend die Unterstützung einer Partnerschule. Gerne gewähren ihm die „Osterrathler“ diesen Dienst.
Die Klasse 10a wandte sich an Politiker des Bundestages. So, wie damals MdB Klaus Brandner den Schülern der EBR mit Rat und Tat zur Seite gestanden hatte, so wurden die Schüler der ORS mit ihren beiden Klassenlehrerinnen Susanne Plaß und Jutta Maas eingeladen, ihr Anliegen persönlich in Berlin vorzutragen.
Die Abgeordneten Wolfgang Hellmich und Burkhard Blienert versprachen, die Jugendlichen aus Wiedenbrück zu unterstützen.
Mit ihrem Einsatz wollen die Schülerinnen und Schüler der ORS dafür Sorge tragen, dass es ein Stück gerechter in der Welt zugeht – auch wenn es auf der anderen Seite des Globus ist. Allein der Einsatz für die gute Sache ist es wert, darüber zu berichten. Denn die Welt wird nur besser, wenn jeder anfasst.

von links : MdB Hellmich, MdB Blienert und die 10a

10a vor dem Brandenburger Tor