"Dein Brief kann Leben retten" so lautet die Überschrift des Projektes von der Organisation Amnesty International, an dem die Osterrath Realschule in Rheda-Wiedenbrück teilgenommen hat.
Um an dieser Aktion mitzuwirken, haben sich die Schülerinnen und Schüler  des 9er Sozialwissen-schaftskurs mit ihrer Lehrerin  Julia Weyrowitz die letzten Wochen intensiv  mit dem Thema „Menschen-rechte“ auseinandergesetzt. Mithilfe des Internets, verschiedenen Textsammlungen und eingebrachten eigenen Erfahrungen erarbeiteten sie in Gruppen- und Einzelarbeit, woher die Menschrechtssammlung  stammt,  was sie beinhaltet und in welcher Form sie eingehalten wird oder wo eben nicht.
Schnell bemerkten die Jugendlichen, dass es immer noch viele Länder gibt, in denen zum Beispiel das Äußern der eigenen Meinung nicht selbstverständlich ist oder aber Geständnisse durch Folter erreicht werden.  Dass es auch Verstöße in augenscheinlich demokratischen Ländern gibt, gab manchen Schüle-rinnen und Schülern ein erweitertes Bewusstsein für diese Thematik.
Hieran  schloss sich die Aktion der Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“, von der seit Jahren ein Briefmarathon organisiert wird, um auf einzelne Fälle von Menschenrechtsverletzungen auf-merksam zu machen. Die Jugendlichen informierten sich mithilfe des von Amnesty bereitgestellten Mate-rials über die einzelnen Fälle, um anschließend Mitschüler und Lehrer zu einer Unterschrift gegen diese Verstöße zu bewegen. Briefvordrucke wurden kopiert, eigene Briefe entworfen, Plakate gestaltet, Vorträ-ge eingeübt, ein Infostand in der Pausenhalle aufgebaut, Infomaterial zu den Menschenrechten von Am-nesty verteilt und das Ansprechen von Menschen geübt, um Stimmen zu sammeln.
Das große Ziel war es möglichst viele Briefe zu erhalten, um sie an die jeweiligen Staatsoberhäupter als Protest zu verschicken und so die Inhaftierten zu befreien.  Zusätzliche Unterstützung bekam der Sozial-wissenschaftskurs  durch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9d, die - unterstützt durch ihren Eng-lischlehrer Herrn Mathmann - eigene Briefe in englischer Sprache verfassten, verschickten und sich so beteiligten.
Nach vier Tagen Ausstellung hat der Kurs es geschafft, über 350 Unterschriften zu sammeln. Diese sind dann an Amnesty International geschickt worden, wo sie mit fast 2 Millionen weiteren Briefen an die Staatsoberhäupter der betreffenden Staaten geschickt werden können.
Der Sowikurs hofft nun, dass den Inhaftierten geholfen wird und bedankt sich für jede einzelne Unter-schrift. Die Aktion hat den Schülerinnen und Schülern, so berichteten sie im Abschlussgespräch, sehr viel Spaß gemacht und ihnen gezeigt, dass es auch in ihrem Alltag möglich ist, Politik mitzugestalten.