Die Aula des Schulzentrums am Burgweg konnte die Besuchermassen kaum fassen. Zum Auftakt der Abschlusspräsentation verfolgten mehr als 400 Eltern, Schüler, Lehrer und Ehrengäste ein kurzweiliges Programm, in dem sich der Stellvertretende Schulleiter Olaf Diekwisch bei den Aktiven bedankte. Im Namen des Fördervereins überreichte der Vorsitzende Andreas Heimann einen Geldpreis für das Logo, das die Schülerin Chiara-Sophie Duda, Klasse 9 b, eigens für dieses Projekt entworfen hatte. Viel Stimmung kam auf, als die 40 Teilnehmer des Tanzworkshops gekonnt ihre Choreografie präsentierten. Ebenso unterhaltsam waren die lustigen, aber auch nachdenklich stimmenden Szenen aus dem Schülerleben, die der Workshop unter Leitung des Bielefelder Theaterpädagogen Daniel Scholz auf die Bühne brachten.
Die knapp 630 Schülerinnen und Schüler der Osterrath-Realschule erlebten vom 29.09. bis zum 01.10.2014 Unterricht ganz anders: In 27 unterschiedlichen Workshops konnten sie klassen- und jahrgangsübergreifend neue Lernerfahrungen sammeln. „Freundschaftsbänder“, „Clever konsumieren“, „Wir zeigen Flagge – Schule gegen Rassismus“ oder die „Papierwerkstatt“ sind nur einige der Angebote, zu denen an diesen Tagen gearbeitet wurde. Die Lehrkräfte hatten im Vorfeld des Projektes vielfach Teams gebildet und Konzepte zu Themen entwickelt, die ihnen besonders am Herzen lagen. Die normalen Unterrichtszeiten wurden aufgehoben, Pausen dann gemacht, wenn es sich im Arbeitsprozess anbot.
Bereichert wurden die Projekttage durch zahlreiche externe Partner. Das Jugendamt führte Kompetenztrainings durch, die Kirchengemeinden Wiedenbrück und Langenberg boten Theater- und Skulpturen-Workshops an. Weiterhin engagierte sich die Tischler-Innung im Rahmen des Workshops „Mädchen stark im Handwerk“, ebenso wie die Kreissparkasse mit einem Bewerbungstraining.
In vielen Workshops gehörten Exkursionen zum Programm So wurde zum Beispiel das Stadtarchiv in Rheda besucht, um zum Thema „Stolpersteine“ zu forschen und an die Opfer des Nationalsozialismus aus der Region zu erinnern. Ein anderes Ziel war der Kletterpark in Rietberg, in dem die Schüler die Wichtigkeit von gegenseitigem Vertrauen erlebten, oder der ökologisch ausgerichtete Kiebitzhof in Gütersloh, der sowohl Menschen mit als auch ohne Handicap Arbeitsplätze anbietet. Eine Fußwallfahrt zur Herz-Jesu-Kirche nach Stromberg war für Anna Bultschnieder, Klasse 8a, eine bleibende Erfahrung „Die Zeit vergeht schneller als man denkt und die Kilometer werden immer kürzer, wenn man sich mit Leuten unterhält.“
Auch das Organisationsteam der Projekttage, die Lehrer Alexander Eickhoff, Sigrid Koschnick, Norbert Kreutzmann, Renate Langner und Susanne Plaß, zeigte sich sehr zufrieden. Unser Ziel, einen weiteren Beitrag zu einem guten Schulklima zu leisten, wurde voll und ganz erfüllt“, war die einstimmige Meinung zum Abschluss der Veranstaltung.

Weitere Fotos zu den Projekttagen sind hier in unserem Fotoalbum zu finden.