Unter dem Motto "Uns kann man nicht beschreiben, uns muss man erleben - himmlische Erinnerungen an teuflische Zeiten" feierten die fünf Klassen des 10. Jahrgangs der Osterrath-Realschule samt Eltern und Lehrer ihren Abschluss. Dabei wurden erstklassige Leistungen erzielt. Insgesamt haben 99 der 149 Schülerinnen und Schüler den Qualifikationsvermerk erreicht, der zum Besuch der gymnasialen Oberstufe befähigt. „Das ist das zweitbeste Ergebnis seit Bestehen der Osterrath-Realschule“, betonte Schulleiter Detlef Flaschel. 75 Jugendliche werden das nutzen und an Gymnasien oder den gymnasialen Bildungsgängen der Berufskollegs das Abitur anstreben. 39 Absolventen werden sich in eine Ausbildung begeben und die verbleibenden Schülerinnen und Schüler wollen ein Fachabitur machen.
Bei der Ehrung der Schulbesten gab es einen weiteren "Knüller". Carina Enklaar aus der Klasse 10d hat mit ihrer 1,0 im Notendurchschnitt des Abschlusszeugnisses eine Bestmarke gesetzt. Doch auch die weiteren Klassenbesten brauchen sich keineswegs zu verstecken, denn Carina Hofmeister (10a), Ylva Rosenau (10b), Rike-Marie Albers (10c) und Marina Brüning (10d) lagen mit ihren Noten ebenfalls im Einserbereich.

Auf dem Weg zur festlich geschmückten Mensa konnten die Eltern und Gäste die himmlischen Abschlussarbeiten der Technikschüler erleben. Eine selbstgefertigtes Gartenliege, ein Smoker-Grill und mehrere mit Motoren versehene „Kettcars“ sind nur einige Beispiele für die vielfältigen tollen Arbeiten.
Die ORS-Schulband stimmte in die Abschlussfeierlichkeit ein und sorgte mit ihren hochkarätigen Beiträgen für das passende Rahmenprogramm. Zudem ließen es sich die „Crazy Dancers of ORS“ – fünf Mädchen aus der Jahrgangsstufe 6 – nicht nehmen, mit einer poppigen Tanzeinlage zum Programm beizutragen.
Nach gutem Brauch der ORS begannen die Schülersprecher Nele Wonnemann und Alihan Akkas mit der ersten Rede. Sie bedankten sich bei allen für die Begleitung der letzten sechs Jahre. Eltern und Lehrer hätten dazu beigetragen, dass aus den kleinen, schüchternen Fünftklässlern nun selbstbewusste Abschlussschüler geworden wären, die jetzt den Sprung in ihr weiteres Leben wagen könnten.
Der Bürgermeister Theo Mettenborg nahm Bezug zur Fußball WM. „Sie haben ihre eigene Weltmeisterschaft gespielt und gleich gibt es endlich den Pokal“. Dabei lobte er in hohen Maße die Schule, die den Schülern neben dem Unterrichtsstoff auch eine hohe soziale Kompetenz vermitteln und sich besonders in der Förderung von Talenten aus den Bereichen Sport, Musik und Technik hervortun würde. Er wünschte den Schulabgängern Offenheit und Toleranz sowie Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Ehrlichkeit. „Der Berg, der vor ihnen liegt scheint zwar hoch zu sein, doch wer ihn langsam und Schritt für Schritt erobert, wird ihn schaffen.“
Der Schulpflegschaftsvorsitzende Ralf Harz betonte, dass die Schülerinnen und Schüler sechs Jahre lang das Bild der Schule geprägt hatten und verglich die bisherige Schullaufbahn mit einem Marathon, der seine Höhen und Tiefen hat. Dabei seien die Lehrer die nötigen Elektrolyte, um in der Lage zu sein, meisterhafte Leistungen zu vollbringen.
Detlef Flaschel gab seinen Schülerinnen und Schülern mit auf den weiteren Lebensweg, dass sie zwar die Mittlere Reife erlangt hätten, dies aber noch lange nicht der Endzustand sei. „Ihr seid auf einem guten Weg. Macht weiter so und reift heran, denn ihr habt die besten Voraussetzungen für den weiteren Weg zur optimalen Reife.“
Ein Höhepunkt des Abschlussfestes war die Überreichung des „Sozial Awards“ durch Norbert Bole von der Volksbank Gütersloh an die beiden Schülersprecher Nele Wonnemann und Alihan Akkas. „Die beiden haben positiv Einfluss auf das Schulgeschehen genommen und sind sehr verantwortungsbewusst“, betonte Herr Bole in seiner Laudatio.
Eine weitere Ehrung wurde Marco Radziej zuteil. Er hat sich in besonderem Maße und mit unermüdlichem Einsatz in seiner Funktion als Schulsanitäter und Sporthelfer ausgezeichnet und dafür von seinen Lehrern Ralf Diekmann und Dr. Olaf Wiertz ein persönliches Abschlusszeugnis mit allerbesten Empfehlungen erhalten.
Die Klassenlehrer dankten mit einer Fotocollage und passenden Wünschen dem „himmlischen“ Jahrgang und erinnerten so mit einem Augenzwinkern an die vergangenen „teuflischen“ Zeiten.