Rheda-Wiedenbrück (gl). Heiß her ging es beim ersten Kochduell der Osterrath-Realschule nicht nur an den Herdplatten: Beim Testen der 15 aufgetischten Gerichte kamen auch die Juroren ins Schwitzen.

Wahrlich nicht leicht hatten es Bürgermeister Theo Mettenborg, Sponsor Burkhard Kramer und der Elternpflegschaftsvorsitzende Dr. Thomas Wöhning bei der Einweihung der neuen Schulküche der Realschule. Für sie galt es, die Kreationen der fünf Teams zu testen und zu bewerten. Je eine Mannschaft aus vier bis fünf Personen musste innerhalb von zwei Stunden einen möglichst perfekten dreigängigen Gaumenschmaus zubereiten – in der neuen Küche ging das natürlich besonders gut. „105 000 Euro haben die Umbaumaßnahmen gekostet“, sagte die städtische Architektin Kerstin Schulz. Weitere 40 000 Euro mussten für die Lüftungsanlage investiert werden. Die Kücheneinrichtung im Wert von 30 000 Euro wurde vom Sponsor Burkhard Kramer getragen. Sein Kochteam von der „3CGruppe“ kreierte das Siegergericht. Mit einem pikanten Menü, bestehend aus gefüllten Champignons, einem gefüllten Pfannkuchen, Bruschetta und Hähnchenbrust auf Reis. Mit der Nachspeise, einem Apfeltraum mit Bratapfel, konnte das „3C“-Team die Jury überzeugen – gleichwohl Mettenborgs Lieblingsspeise eigentlich Spaghetti Bolognese ist, wie er im Gespräch mit der „Glocke“ verriet. Damit zeigte die Fünfer-Truppe der Konkurrenz, bestehend aus Schülern, Lehrern, Eltern und einem Team der Partnerfirma Venjakob, die kalte Schulter. Als Hauptpreis wurde den „Küchenmeistern“ eine Kochschürze mit dem Schulnamen, ein Fläschchen Champagner und von Bürgermeister Mettenborg das Buch „Rheda-Wiedenbrück kocht“ überreicht. Bereits im November 2008 musste die alte Küche der Osterrath- Realschule aufgegeben werden. Sie habe den Sicherheitsstandards nicht mehr entsprochen.

Die neue Küche findet nun Platz in zwei verbundenen, ehemaligen Klassenräumen. „Nun können wir zwischen Gas- und Induktionsherd entscheiden“, freut sich Hauswirtschaftslehrerin Antje Klein. „Der Raum ist viel heller und freundlicher“, schwärmt die Pädagogin. „Die Schüler der neunten Klassen müssen fortan an den Herd“, lacht auch Schulleiter Detlef Flaschel. Er weist darauf hin, dass die Hauswirtschaftslehre neben der Textilkunde künftig Pflichtbestandteil an seiner Schule ist. Ob Naschen jetzt zum Curriculum gehört, wurde aber nicht verraten.

Die Juroren: (v. l.) Sponsor Burkhard Kramer, Bürgermeister Theo Mettenborg und Elternpflegschaftsvorsitzender Dr. Thomas Wöhningfreuten sich über die kreativen Gerichte, die sie probieren durften.

 

Am Kochtopf: Yasmin Naouali und Isabell Wehmut in der Schulküche(v. l.).

Quelle: Die Glocke, vom 27.2.2010, Carsten Pieper