Zwischen Zaubertränken und Englischvokabeln:

Wiedenbrück (jus). Freude am Lernen sollen die Schüler haben und die Schule als Ort des Wohlbefindens erleben - diese  pädagogischen Traditionen werden an der Osterrath Realschule seit Jahren gelebt und wurden am Tag der offenen Tür am Samstag wieder einmal bestätigt:
Offenherzig und höchstengagiert präsentierte sich die Schule ihren potenziellen Neuzugängen und deren Eltern.Da die Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen bereits im Februar anstehen, nutzten etwa 500 Gäste die Möglichkeit, am Tag der offenen Tür die Luft in der Osterrath-Realschule zu „schnuppern“.

Für alle startete der Informationsvormittag in der Aula mit einer offiziellen Begrüßung durch den Schulleiter Detlef Flaschel und musikalischem Rahmenprogramm. Schnell sprang der Funke ins Publikum über, als der Chor und die Instrumentalmusiker aus den Klassen 5 und 6 unter der Leitung von Konrektor Werner Birkenhake ihren Auftritt hatten. Mit beeindruckend souveräner Stimme präsentierte sich zudem Jasmin Grunert beim Karakokevortrag eines Popsongs von Maroon5.

Um den Grundschülern im Anschluss einen ersten Eindruck von der neuen Schule und deren „Klima“ zu vermitteln, führten die Lehrer sie in Gruppen durch das Gebäude und machten sie mit den Klassenräumen als auch den zahlreichen Fachräumen vertraut. Einblicke in den Schulalltag vermittelten die Unterrichtsdemonstrationen in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch, in denen die Grundschüler hautnah die methodische Umsetzung in der Sekundarstufe I kennenlernen konnten. Besonders spannend stellten sich die Naturwissenschaften vor: Im Fach Chemie beobachteten die Kinder gebannt, wie Zaubertränke gemischt wurden, führten in Physik spannende Experimente mit Magneten oder Schalttafeln durch und zogen sich am Flaschenzug bis an die Decke hoch. „Der Tag heute ist wirklich eine gute erste Orientierung“, berichtete eine Mutter aus Langenberg. „Man kann sich nun viel leichter vorstellen, ob sich meine Tochter hier wohlfühlen kann.“

Neben der unterrichtlichen „Praxis“ erfuhren die Eltern aber auch in Gesprächen mit den Lehrern, welche pädagogischen Konzepte hinter dem täglichen Unterricht stecken. So ist unter anderem die Förderung der individuellen Stärken sowie der Selbstständigkeit und Mündigkeit der Schülerpersönlichkeit Schwerpunkt der schulischen Arbeit. Diesem Anspruch wird durch Förderunterricht in den Klassen 5 und 6 sowie durch Binnendifferenzierung Rechnung getragen. Außerdem haben die Schüler die Möglichkeit, in Klasse 7 und 8 ihren Vorlieben entsprechend die Fächer Technik, … zu wählen und innerhalb des Wahlpflichtunterrichts in den Klassen 9 und 10 ihren Neigungen u.a. beim Radsport, der Schülerzeitung, dem Modellbau, der Fotografie oder bei Jugend forscht nachzugehen. Schließlich gibt es ein umfangreiches Angebot an außerunterrichtlichen Arbeitsgemeinschaften, das künstlerische, sportliche und handwerkliche Fähigkeiten unterstützt - kurzum steht stets der Schüler als Individuum im Mittelpunkt aller pädagogischen Bemühungen.

Alle Fotos findet ihr im Fotoalbum.