Kinder sind die Gewinner beim Umweltpreis

Rheda-Wiedenbrück (gl). Viele Kinder und Jugendliche profitieren in diesem Jahr von der Umweltpreisverleihung. Die Preise, die die Stadt Rheda-Wiedenbrück und die RWE jährlich neu vergeben, kommen diesmal vor allem Kindergärten zugute.

Die drei evangelischen Tageseinrichtungen „Bunte Welt“, Sonnenschein und Krumholzstraße sowie die Tageseinrichtung St. Johannes haben sich mit Pflanzprojekten um den städtischen Umweltpreis beworben. Außerdem erhalten Karl Kaluza für seinen 45 Jahre währenden Einsatz für Amphibien und die Radsport- AG der Osterrath-Realschule für ihr Mobilitätsprojekt eine Auszeichnung. Umweltberaterin Dorothee Kohlen betonte bei der Verleihung der Umweltpreise im Rathaus: „Wir haben sechs Bewerbungen und sechs Preisträger. Alle Projekte waren so gut, dass wir keinen ablehnen konnten.“ Die Preisträger freuen sich nun über Urkunden, die ihnen der stellvertretende Bürgermeister Norbert Flaskamp und RWE Kommunalberater Manfred Rickhoff überreichten. Zusätzlich erhalten sie einen Anteil von den 2500 Euro, die die RWE erneut als Preisgeld zur Verfügung stellt. Karl Kaluza wurde für sein jahrzehntelanges Engagement im Naturschutz ausgezeichnet. Das Gründungsmitglied der Gemeinschaft für Natur und Umweltschutz (GNU) und Mitglied in der Westfälischen Ornithologischen Gesellschaft (WOG) ist seit 1967 in St. Vit aktiv beim Amphibienschutz. Jedes Jahr hat er um den Feuerlöschteich die Amphibien aufgesammelt und zum Laichgewässer gebracht. Er engagiert sich seit Jahren im Stillen. Zugleich begeistert er seine Familie für die Aufgabe. Enkel Timm hilft kräftig beim Krötensammeln.

Mobil mit dem Rad und fit im Garten

Rheda-Wiedenbrück (gl). Die Radsport-AG der Osterrath-Realschule hat erfolgreich am Wettbewerb „Fahr Rad! Fürs Klima auf Tour“ des Verkehrsclub Deutschland (VCD) teilgenommen. Die sieben Schüler der Radsport-AG haben bei verschiedenen Aktionen von März bis Juli 2011 zusammen mit ihren beiden Lehrern rund 18 000 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt. Mit ihrem Ergebnis gehörte die ORS zu den besten vier Schulen im Wettbewerb. Die Vorteile der umweltverträglichen Mobilität haben die Schüler zudem theoretisch vertieft. Die drei evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder – „Bunte Welt“, Sonnenschein und Krumholzstraße – haben 2011 begonnen, ihre Außengelände umzugestalten. In Kooperation mit der Ideenwerkstatt Lebens(t)raum wurden Konzepte entwickelt. Eltern und Kinder packten kräftig mit an. Durch die Verwendung von Naturmaterialien, durch das Anlegen von Kräuterbeeten und das Pflanzen von Beerensträuchern konnten die Kinder die Natur spielerisch erobern und lernten zugleich, respektvoll mit ihr umzugehen. Die Tageseinrichtung St. Johannes hat mit den Kindern das Projekt „Der grüne Daumen im Kindergarten“ durchgeführt. Seit Herbst 2010 lernen die Kinder das ganze Jahr über den Umgang mit Pflanzen. Von der Aussaat der ersten Blumenzwiebeln über die Bepflanzung von Kübeln und Kräuterbeeten sowie die richtige Pflege bei Trockenheit bis hin zur rechtzeitigen Ernte haben die Kinder viel über Natur gelernt. Stellvertretender Bürgermeister Flaskamp betonte, dass dies ein besonders wichtiger Aspekt des Umweltpreises sei: Kinder würden zeitig die Bedeutung der Umwelt kennen und schätzen lernen und erfahren, dass jeder etwas zum Umweltschutz beitragen kann. Insgesamt wurde der Umweltpreis bisher 17-mal vergeben, es gab dabei 109 Preisträger. Für den nächsten Umweltpreis stellt die RWE Deutschland abermals 2500 Euro zur Verfügung. Fragen zu dem Umweltpreis beantwortet Umweltberaterin Dorothee Kohlen, 05242/963234, im Rathaus Rheda.

 

Für die Umwelt und das Klima stark gemacht haben sich die Preisträger des Umweltpreises 2011. Das Bild zeigt sie mit RWE-Kommunalberater Manfred Rickhoff, dem stellvertretendem Bürgermeister Norbert Flaskamp und Umweltberaterin Dorothee Kohlen.

Quelle: Die Glocke, 03.03.2012