Konflikt-Mediatoren an der Osterrath-Realschule ausgebildet

Rheda-Wiedenbrück (La/Pla). Als weiteren Baustein der Gewaltprävention an der Osterrath-Realschule haben sich 16 Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs in den vergangenen 3 Monaten zu Konflikt-Mediatoren ausbilden lassen. Nach 25 Trainingsstunden bei der Sozialpädagogin Tina Becker vom Arbeitskreis soziale Bildung und Beratung aus Münster (asb) konnte den zukünftigen Mediatoren ein Zertifikat überreicht werden.

Streitschlichtung wird bereits seit dem Schuljahr 2004/2005 an der Osterrath-Realschule durchgeführt und liegt zur Zeit in den Händen von engagierten 10. Klässlern, die nun Verstärkung bekommen. Die Idee der Streitschlichtung geht davon aus, dass junge Menschen von Gleichaltrigen in ihrer Entwicklung stark beeinflusst werden. Tritt unter den jüngeren Schülern ein Konflikt auf, sollen darum nicht sofort Lehrer eingreifen, sondern ältere Schülerinnen und Schüler, jedoch nur auf Wunsch der Streitenden. Freiwilligkeit gehört zu einem der wichtigen Prinzipien bei der Streitschlichtung. Entscheiden sich die Konfliktparteien für ein Gespräch bei den Streitschlichtern, bekommen sie zunächst absolute Vertraulichkeit und Neutralität zugesichert. Im Verlauf des Schlichtungsgesprächs geht es nicht darum, Schuldige zu finden. Vielmehr soll mithilfe der Konflikt-Mediatoren gemeinsam nach befriedigenden Lösungen gesucht werden. "Die Streitschlichtung soll ein Beitrag zu einem gewaltfreieren Miteinander im Schulalltag bilden", hoffen die betreuenden Lehrerinnen Renate Langner und Susanne Plaß.

Die Ausbildung zum Konflikt-Mediator beinhaltet Grundkenntnisse aus der Gesprächspsychologie, Rollenspiele und viele Diskussionen über die Hintergründe von Konflikten. Die Kompetenzen, die hier erworben werden, zahlen sich auch im späteren Berufsleben aus und werden von vielen Arbeitgebern bei der Vergabe von Ausbildungsstellen berücksichtigt.