In der Zeit vom 23. Februar bis zum 12. März 2004 fand in nun schon gewohnter Weise das Betriebspraktikum unserer 9. Klassen statt. Auch diesmal gelang es allen Schülerinnen und Schülern eine Praktikumstelle zu finden. Jedes Jahr bearbeiten die Praktikanten eine Praktikumsmappe, die sie zum genauen Nachfragen im Betrieb über Berufsbilder, Sicherheitsvorschriften, Ausbildungsmöglichkeiten usw. anhält. Zusätzlich fanden in diesem Jahr direkt im Anschluss an das Praktikum 3 Projekttage statt, an denen von 9 Gruppen Darstellungen zu einzelnen Berufsfeldern ausgearbeitet wurden.

Den 8. Klassen wurde im Rahmen eines "Schnupperpraktikums" ein erster Kontakt mit der Berufswelt ermöglicht. Da Schüler und Schülerinnen dazu neigen ihre Berufswünsche an geschlechtstypischen Vorbildern auszurichten und dadurch ihre Möglichkeiten bei der Berufswahl einengen, sollen Jungen und Mädchen möglichst solche Berufsfelder kennen lernen, die für ihr Geschlecht eher untypisch sind. Also sollten die Jungen bewusst nicht in die KFZ-Werkstatt und die Mädchen entsprechend nicht als Verkäuferin oder als Helferin in die Arztpraxis.  Dies war nicht immer einfach zu vermitteln. Zwei Gruppen besuchten auch Berufsschulen und machten sich dort mit den Anforderungen in bestimmten Berufsbereichen (z. B. in der Metall- oder Holzverarbeitung) vertraut. Eindrücke und Informationen wurden ebenfalls in der Schule gesammelt, bearbeitet und auf Plakaten dargestellt.

Die Arbeitsergebnisse der Klassen 8 und 9 wurden den Eltern, den Gästen, aber auch den Mitschülern am Berufsinformationstag vorgestellt, der am 18. März stattfand. Viele Hände waren tätig und boten zusammen ein beeindruckendes Bild der Berufswahlvorbereitung an unserer Schule.  Hier folgen einige fotografische Eindrücke:

Die Projekttage mit der spannenden Frage:

Wie beschreibe ich meinen Beruf?

Langsam kommt der Durchblick!

Es wird gemeinsam und gut gearbeitet.

Der Tag der Ausstellung ist da. Alles steht bereit. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Mal zeigen, was man im Praktikum gelernt hat: Ein festlich gedeckter Tisch!

Das sieht doch nach einem erfolgreichen Praktikum aus, oder?

Auch ungewöhnliche Berufe (z. B. Hufschmiedin) sind vertreten.

Im KFZ - Bereich ist ständige Fortbildung angesagt.

Die Chemiker warten auf Kundschaft!

Den Bereich "Therapeutisches Reiten" verschönern 2 Pferdesättel.

Eine junge Kundin nutzt gleich die Möglichkeit zu einer neuen Frisur!

Bewährter Partner, seitdem wir Praktika durchführen:Die Kreissparkasse. Die Volksbank zeigt gleich nebenan Präsenz.

Ein (geputztes!) Mofa als Anschauungshilfe für den Beruf des Zweiradmechanikers.

 

Den Abschluss bildet die Podiumsdiskussion in der Aula.

 

Dazu unten mehr! Unser Rektor, Herr Flaschel, hatte eingeladen und die Gäste kamen gerne:
(von links)Herr Budde ehemaliger Schüler, Herr Klauke Direktor des Ratsgymnasium, Frau Knüwe Regionalstelle Frau und Beruf, Herr Effertz selbstständiger Handwerksmeister, Herr Flaschel als Gastgeber und Moderator, Herr Tannik Firma interlübke, Frau Konschelle Ausbildungsleiterin bei der Volksbank, Frau Sedello Fachstelle für den Übergang Schule - Beruf.

Bei der Podiumsdiskussion hatten alle Teilnehmer zunächst die Gelegenheit aus ihrer Sicht die Chancen unserer Schüler im Berufsleben und am Gymnasium darzustellen. Danach wurden Fragen von Eltern und Schülern aus dem Plenum gestellt. Zusammenfassend ergab sich folgendes Bild.Die Zukunftschancen unserer Realschüler werden insgesamt als gut empfunden. Wichtige Voraussetzungen sind aber ein ordentliches Notenbild im Abschlusszeugnis (in handwerklich technischen Berufen besonders auch in Mathematik und Physik) und persönliches Engagement. Gerade bei nicht besonders hervorragenden Noten spielte dieser zweite Punkt die entscheidende Rolle. Der Lehrstellenbewerber muss sein Interesse, seine Einsatzbereitschaft, seine Flexibilität und Offenheit dem ausbildenden Betrieb vermitteln können, dann hat er gute Chancen. Immer wichtiger werden dabei kommunikative Fähigkeiten. Auch für den Übergang zur gymnasialen Oberstufe sind diese wichtig, ebenso der feste Wille das Abitur zu erreichen und die entsprechende Einsatzbereitschaft auf dem Weg dahin. Im Lehrstellenbereich spielen die persönlichen Eindrücke, die ein möglicher Bewerber bei einem Praktikum hinterlässt, eine besondere Rolle. Gerade schwächeren Schülern wird also geraten, ihre Chance auf einen Ausbildungsplatz durch freiwillige zusätzliche Praktika in Ausbildungsbetrieben zu verbessern.Freuen durften wir uns über einige anerkennende Worte aus dem Podium, die uns darin bestärkten, auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu arbeiten.